
Ob es sich lohnt oder nicht...
... muss jeder für sich selbst beantworten.
Für die Reparatur eines Gerätes Geld auszugeben, das Jahrzehnte alt ist, hat in der Regel mehr mit Liebhaberei zu tun als mit rationellen Überlegungen.
Wenn es nur darum geht, den Inhalt alter Bänder zu erhalten und sie mal wieder hören zu wollen, kann man sich die Bänder z.B. auf CDs überspielen lassen, dazu muss man nicht sein altes Bandgerät reparieren lassen.
Wenn aber Erinnerungen an dem Gerät hängen, und man sich daran erfreuen kann, wenn es wieder läuft wie damals, dann sieht man die Investition mit anderen Augen.
Insbesondere, wenn es ein Gerät der oberen Preisklasse war, sind z.B. 150€ * für eine fachgerechte Reparatur oder 250€ * für eine komplette Generalüberholung nicht viel Geld. Gerade die Geräte der oberen Preisklasse (bis auf wenige Ausnahmen) lassen sich in der Regel in einen nahezu neuwertigen Zustand zurück versetzen.
Ob ein Reparaturversuch Aussicht auf Erfolg hat...
... hängt ganz wesentlich vom Gerät selbst ab.
Geräte für große Spulen:
Bis auf eine mir bekannte Ausnahme sind alle Großspulengeräte (26er Spulen) mit Erfolg reparierbar.
Die Ausnahme ist das SG630 / 631 von Uher. Der Omega Drive Antrieb war eine gute Idee, die aber praktisch nicht vernünftig zu realisieren ist.
Revox Geräte sind alle mit Erfolg reparierbar. Dies kann man nicht oft genug betonen.
Bei japanischen Geräten kann die Ersatzteilbeschaffung schwierig sein, was aber ganz selten ein wirkliches Problem darstellt. Einige Japaner sind so übel verbaut und voller Kabelstränge, dass man dreimal so lange braucht wie bei einer Revox, das ist aber reine Nervensache.
Geräte für max. 18er Spulen:
Hier gibt es durchaus viele solide gebaute Geräte, die ähnlich konstruiert sind wie Großspulengeräte aus gleichem Haus. Bei diesen sind die Erfolgsaussichten ebenfalls sehr hoch. In diese Gruppe fallen viele japanische Geräte sowie z.B. die 5000er Geräte von ASC oder die M3000er von Telefunken. Alle diese Geräte haben drei Motoren und sind mindestens 15kg schwer.
Es gibt leider aber auch die Massenware, bei der jede technische Vernunft im Preiskampf unterging. Beispielhaft seien hier die meisten Geräte von Grundig, Telefunken und Philips genannt, so schwer es mir auch fällt. Nur in seltenen Fällen hat hier die Arbeit Aussicht auf Erfolg. Zu empfindlich ist oft die Mechanik (die bei Grundig beliebte Einknopfbedienung) zu billig das verwendete Material (die Plastikorgie bei Philips), zu dürftig die Schaltungstechnik als Ganzes.
Wie oben gesagt: Die Großspulengeräte von Philips und Grundig sind was Solides. Telefunken hat keine Großspulengeräte gebaut.
Exoten:
Manche Firmen der HiFi Branche haben sich in den 60er und 70er Jahren mit einigen wenigen Modellen an das Thema Tonbandgeräte herangewagt, es aber bald wieder bleiben lassen. Dabei ist durchweg nichts vernünftiges herausgekommen. Diese Geräte waren unausgereift, eine Ersatzteilbeschaffung ist heute so gut wie unmöglich, der Sammlerwert nahe Null. Auch hier verlaufen Reparaturversuche in der Regel enttäuschend.
Folgende Auflistung mag unvollständig sein, aber wenn auf dem Gerät nicht einer dieser Namen drauf steht, zählt das Gerät zu den Exoten, zumindest hier in Deutschland:
ASC, Akai, Braun, Grundig, Philips, Pioneer, Revox, (Saba), Sony, Studer, Tandberg, Teac, Technics, Telefunken, Uher.
Die Kosten für eine Reparatur sind hauptsächlich durch den Arbeitsaufwand bestimmt, kaum durch Ersatzteilpreise. Wegen ihrer deutlich robusteren und wartungsfreundlicheren Bauart sind die Geräte der oberen Preisklasse in der Regel schneller repariert als die damals preiswerteren Geräte. So kommt es oft vor, dass z.B. die Reparatur einer Revox (damals die 2000DM Klasse) weniger kostet, als die Reparatur eines damaligen 500DM Gerätes.
Ich verfüge über das erforderliche Fachwissen, Jahrzehnte an Erfahrung und die komplette Werkstattausstattung, die besonders für Tonbandgeräte notwendig ist. Hier wird nicht gebastelt, sondern gewissenhaft gearbeitet. Gerne darf man bei der Arbeit zusehen, oder das fertige Gerät abholen. Dies ist mir sogar ganz recht, weil man dann Funktion und technische Daten gemeinsam kontrollieren kann.
Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit mir auf.
Schildern Sie mit Ihren eigenen Worten, was nicht mehr funktioniert bzw. was getan werden soll. Das muss kein Fachchinesisch sein. Ich mache Ihnen eine erste kostenlose Aufwandsabschätzung.
Wenn Sie damit einverstanden sind, schicken Sie mir das Gerät zu.
Ich überprüfe das Gerät innerhalb weniger Tage und kann dann konkret sagen,
welche Arbeiten anstehen und welche Teile ggf. zu ersetzen sind.
Nun entscheiden Sie ob die Reparatur gemacht wird oder nicht.
Wenn die Reparatur nicht gemacht werden soll, berechne ich lediglich eine
Überprüfungspauschale von 40€ und sende das Gerät an Sie zurück.
Wenn Sie mir den Reparaturauftrag erteilen, kann ich Sie gerne per e-mail ständig über den Stand der Dinge informieren (Fotos der einzelnen Arbeitsschritte), falls Sie das interessiert.
* Je nach Gerätetyp